Dienstag, 16. Dezember 2008

Weihnachtliche Düfte wabern durch Joburg...

...denn Simon backt Plätzchen :-)

Man nehme Mehl, Zucker, Butter, Eier, ne Flasche Wein und los geht's. Wozu den Wein? Wer mich kennt weiß, dass der nicht zum trinken ist. Nein, zum ausrollen des Teigs natürlich, etwas Stil muss schon sein. Das zweite Blech ist bereits im Ofen. Einziger großer Unterschied zu daheim? ... Die Badehose und dass ich gleich in den Pool springe.

Weihnachtliche Grüße
Hohoho
Der Ranger

Overlandung Kenia & Tanzania

Für alle Interessierten mal vorab eine kleine Karte, wo es mich die kommenden zwei Wochen überall hinverschlagen wird.


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Sonntag, 14. Dezember 2008

Kingdom of the sky


Ist jetzt schon wieder über ne Woche her, aber ich komm in letzter Zeit einfach nicht zum Schreiben. Anyway, einen kleinen Eindruck von Lesotho, dem höchsten Königreich der Welt, sollt ihr trotzdem bekommen.

Freitag vor einer Woche haben sich 8 Deutsche mal wieder auf die lange Reise für ein Wochenende begeben. Ziel diesmal Lesotho, höchstes Königreich mit keinem Punkt unter 1000m Höhe. Auf denn 500km bis zur Malealea Lodge im Herzen des Landes durften wir zuerst die unendliche Weite Free States kennenlernen. Weiden so weit das Auge reicht, aber kaum Fiecher drauf. Doch dank der Regenzeit alles herrlich grün und ansehnlich. Spätestens nach dem Grenzübertritt um halb 9 wussten wir wie gut die Entscheidung war Nadines Navi mitzunehmen. Denn gesamt Lesotho, einschliesslich der Hauptstadt Maseru sind nachts stockdunkel! Kein Licht erleuchtet die nicht vorhandenen Straßenschilder und sso wäre das Navigieren doch etwas schwierig geworden. Doch danke dem Navi, dass sogar unsere Lodge kannte sind wir wohlbehalten um kurz vor 11 angekommen und konnten unsere Hütten beziehen.
Nachdem man bei Nacht natürlich die Aussicht und Landschaft nicht sehen kann, sondern nur anhand der viele Kurven, Steigungen und 8km Schotterpiste zum Schluss erahnen kann, war das Aufschlagen der Augen am kommenden Morgen um so spannender und faszinierender. Malealea, ein Dorf und eine Lodge, bzw. eine Lodge und ein Dorf dazu liegen in einer Hochebene mitten in den lesothischen Bergen, ringsrum über 2500m hohe Berge mit einer karge, grünen Landschaft. Alleine der Ausblick hat die Fahrt schon lohnenswert gemacht.
Zwei Eier, Speck und Toast später ging unser sechsstündiger Ausritt durch die Berglandschaft auch schon los. Für Unbeteiligte muss es ein lustiger Anblick gewesen sein, wie ich alias Ludger Beerbaum II das Pferd erklommen habe. Doch einmal fest im Sattel sitzen kam schnell das erhobene Gefühl des Reiters auf. So müssen sich Ritter gefühlt haben, Lucky Luck und tausende 12jähriger Mädchen... "Auf geht's, Jolly Jumper, lass uns in den Sonnenuntergang reiten..." I'm a lonesam Cowboyyyyyyy......
Gesagt getan, Zügel in die Hand, Kuplung treten, erster Gang rein und... hüaaaaaa. ... nichts ... HÜÜÜÜAAAAAA .... nichts. Hm, Ladehemmungen, Mist! Schnell wurde mir auch klar, wieso sich da so viele Einheimische als Führer angeboten haben und nach mehrmaligen Anfahrtsversuchen war ein Junge auch engagiert. Komische Pferde, aber hinter ihm ist es schön brav hergetrottet. Naja, vielleicht auch besser so, denn ich hatte mehr Zeit die Aussicht zu genießen und der Weg war relativ schnell ziemlich "waghalsig". Ein Glück hatte mein Gaul einen sicheren Tritt und hat sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen. Schnautze dem Vorderpferd in den Allerwertesten gerammt und immer hinterher. In dieser Formation sind wir ein atemberaubendes Tal entlanggeritten und schließlich am ersten Ziel, einem Wasserfall angekommen. Absteigen, nochmal 500m wandern, runter unters kühle Nass, trocknen und wieder zurück zu den Pferden. Nach nunmehr 2.5 Stunden unter brütender Sonne im Sattel war auch ich so weichgekocht und per Du mit meinem Gaul (Name: No way), dass ich die Zügel zum zweiten Mal selber in die Hand genommen habe. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht auch hinbekommen würde!!! Gesagt getan hat No way diesmal sogar auf mich gehört und sich in Bewegung gesetzt. Wer jetzt aber denkt, dass ich trotz Zügel das Sagen gehabt hätte, täuscht sich gewaltig. Diese Rindviecher haben auf kein einziges Kommando gehört sondern sind mit Autopilot und Tempomat stur dem ersten Pferd hinterher getrabt. Immerhin konnte ich somit auch nicht wirklich was falsch machen :-)
Nach einer weiteren Stunde Sonnenbrüten war das zweite Ziel erreicht, 20.000 Jahre alte Höhlenmalereien. Das Alter glaube ich jetzt einfach mal unserer einheimischen Führerin, weitere Nachfragen über Herkunft, Bedeutung oder gar womit hier gemalt wurde wollte sie uns aber nicht beantworten. Nur ein Schelm vermutet Unwissenheit...
Das selbe Tal hat uns auch noch ermöglicht "Hallo Echo" zu rufen und fast "Hallo Otto" zurueckzubekommen. Mehr gab's da aber auch nicht. Also wieder rauf auf die Vierbeiner und die letzten 2.5 Stunden zurück zur Lodge.
Nach insgesammt 6 Stunden Reiten sind wir mit aufgescheuerten Allerwertesten, leicht geröteten Gesichtern (ich hab inzwischen die 3 Hautschicht meiner Ohren verloren), verbranntem Hirn, halb verdurstet aber glücklich und begeistert aus den Satteln gestiegen.
Der restliche Abend wurde damit verbracht den Elektrolythaushalt mit unterschiedlichsten Getränken wieder aufzufüllen, das mitgebrachte Fleisch zu verzehren und vorallem Sitzpositionen zu finden, die mehr als 2 Sekunden auszuhalten waren. Gar nicht so einfach ;-)

Der Sonntag stand dann im Zeichen ausgiebigen Frühstückens, Aussicht genießends und relaxens. Erst zur Mittagszeit haben wir uns wieder auf den Weg gemacht um noch ein Mittagsessen in der Hauptstadt Maseru, typisch afrikanisch ohne wirklich Highlights aber mit viel Stimmung, zu verzehren und schließlich die letzten km nach Joburg zurückzulegen.

Wer auf Bergwelt und Reiten steht hat in Lesotho sein Paradise gefunden. Ich hoffe, dass die Bilder noch besser zeigen können, wie es wirklich war. Außerdem habe ich damit den letzten weissen Punkt auf meiner Karte des südlichen Afrikas gefüllt. Südafrika, Swaziland, Lesotho, Namibia, Botswana, Zimbabwe, Mozambique und Zambia sind hiermit bereist. Da ich mich aber damit nicht zufrieden gebe geht es kommende Freitag schon wieder los nach Kenia und Tanzania, Overlanding. Näheres dazu aber im neuen Jahr.

Da ich mich vorher hier wahrscheinlich nicht mehr melden werde wünsche ich allen Lesern meines Blog ein frohes Weihnachtsfest und einen um so besseren Rutsch ins neue Jahr. Ich für meinen Teil werde Heiligabend in der Serengeti verbringen und das neue Jahr auf Zanzibar begrüßen. Weihnachtsstimmung kommt da wohl eher weniger auf, aber dafür Urlaubsstimmung:-)

Wir sprechen uns kommendes Jahr wieder.
LG
Euer Ranger

Sonntag, 30. November 2008

Tiger Woods II

Was sagt man dazu, heute wurde Tiger Woods II entdeckt.

8:06 Uhr, Abschlag an Loch 1 in Johannesburg. 18 Löcher sowie 102 Schläge später steht fest, dass ein Naturtalent gebohren wurde. Ok, 102 hören sich nicht besonders gut an, sind sie auch nicht. Aber das ist "nur" 40 über Par, also Handicap 40. Und in Deutschland startet man als Beginner immerhin bei Handicap 54!!! Ganz so schlecht war ich also doch nicht beim zweiten Golfplatzbesuch nach 4 Jahren Abstinenz.

Achja, gelaufene Gesamtstrecke ca. 7-8 km. Und dank der gnadenlosen Sonne kamen wir sogar ins Schwitzen:-)

Es grüßt euch der golfende Ranger

Montag, 24. November 2008

Gamespotting - The Director's Cut

Staring:
Brigitte D. als Mama
Manfred D. als Papa
Der Ranger als Simon
und natürlich viele Statisten

Regie:

Der Ranger

Drehorte:
Soweto
Rhino&Lionpark
Blyde River Canyon

Krüger Nationalpark

Drehzeit
15.-22. November 2008

Drehbuch:
Der Dreh beginnt damit, dass die beiden Hauptdarsteller aus Europa eingeflogen werden. Die erste Szene wird direkt am kommenden Tag in Soweto stattfinden. Eine Rundfahrt um gutes Hintergrundmaterial zu bekommen, kurze Einschübe in Settlements, Downtown sowie Schnitte ins Apartheitmuseum führen zum Höhepunkt des Drehtages: Einem Hubschrauberrundflug über Soweto und Downtown. Im typisch afrikanischen Sonnenuntergang wird die Lichtstimmung überragendes Material liefern.

Am zweiten Drehtag ist weiterhin eine Hinführung zum Hauptteil geplant, erstes Kennenlernen mit den tierischen Darstellern des Filmes im Rhino&Lionpark. Wilde Hunde, Geparden am Fenster, live Mitschnitt einer Löwenfütterung und natürlich das obligatorische Knuddeln mit 3 Monate alten Löwenbabies werden die Hauptszenen des Tages sein. Um etwas Abwechslung einzufügen werden die drei Hauptdarsteller während des Knuddelns von einem apokalyptischen Gewitter überrascht, komplett durchgenässt und vom Aufpasser im Löwenkäfig alleingelassen werden. Weitere Zwischenfälle sind jedoch nicht geplant. Als Abendszene kommt noch ein Schnitt im Carnivore Restaurant vor, 14 Fleischsorten vom Spies bringen einen Eindruck der südafrikanischen Gastronomie.

Vom dritten bis zum 7 Drehtag geht es auf Reise, um weitere Landschaftsaufnahmen zu schießen. Erste Drehorte sind entlang der Route zum Blyde River Canyon, der durch ein deftiges Gewitter in ein unwirkliches Licht gehüllt sein wird. Nach der Übernachtung in Sabie werden sich die Aktöre durch dichtesten Nebel und eine gespenstige Landschaft kämpfen und Stationen an God's Window mit Regenwald
, den Burks Luck Potholes sowie den Three Rondevals einlegen. Um einen Spannungsbogen aufzubauen erleben die Hauptdarsteller jedoch erst ab den Three Rondevals für kurze Zeit einen gigantischen Ausblick in den Canyon.
Die kommenden drei Drehtage werden komplett im Krüger Nationalpark stattfinden, angedachte Szenen sind plötzlich auftauchende Elefanten, die Straße blockierende Büffelherden, Nachtsequenzen mit am Safari 4x4 vorbeilaufende Löwenrudel, eine waghalsige Wanderung entlang des Sabierivers mit fast hautnahem Kontakt mit Hippos und Krokodilen sowie unzählige Schnitte in die unberührte Weite des Parks. Besonders diese Totalen und die nächtliche Geräuschkulisse werden das Gefühl unendlichen Afrikas dem Zuschauer nahe bringen und ihn faszinieren.

Am Abschließenden Drehtag werden die Protagonisten zum Happy End einen weiteren Besuch des God's Windows einlegen und die traumhafte Aussicht genießen können.

Teil zwei des Filmes wird dann nur mit den beiden ersten Hauptdarstellern in Kapstadt und Stellenbosch abgedreht werden.

Dank des Director's Cut wird den Zuschauern ein Einblick in einen super Familienurlaub geboten werden. Afrika at it's Best!

Das Organisationsteam bedankt sich jetzt schon mal aus ganzem Herzen bei den beiden Hauptdarstellern Brigitte und Manfred D. Ein genialer Dreh!!!